Turbulente Nacht im Fussballflachland Mecklenburg- Vorpommern am vergangenen Montag in good old HRO.
Warum ich das hier schreibe?! Ganz einfach. In zahlreichen Reportagen rund um dieses Spiel wurde wieder einmal eine Tatsachenverdrehung aller erster Güte betrieben. So waren es am Ende die friedlichen Weltverbessserer aus der großen Hansestadt, welche gegen Mitternacht wieder in Richtung Heimat rollten, bevor sie einigen Stunden zuvor Kanonenschläge an die Köpfe Dritter warfen. Wer findet den Gegensatz?!
Eine Krönung (davon gab es viele an diesem Abend!) war die Einrichtung eines Live-Tickers rundum die Geschehnisse vor dem Ostseestadion auf der Homepage einer großen regionalen Tageszeitung aus M-V. Schlagzeilen wie „Randale total!“, „Fussball nur Nebensache!“ oder „Rostocker Hooligans“ verkaufen sich halt besser. Traurig -> aber wahr.
Ein jeder (gerade die Personen, welche nicht sonderlich viel mit dem runden Leder und deren Begleiterscheinungen zu tun haben) sollte sich diese Fragen einmal stellen:
In Zeiten der Weltwirtschaftskrise (ganz schlimmes Wort) ist ein jeder Arbeitnehmer logischerweise außerordentlich bemüht seinen Arbeitsplatz und somit seine Existenz zu sichern, logisch.
Wo werden zig Hundertschaften an Polizeibeamten benötigt? Genau, u.a. dort wo ein organisiertes Chaos herscht und sich nach der Meinung fachkundiger Leute nur aber auch wirklich nur Chaoten rumtreiben.
Traurig ist an diesem Aspekt nur, dass wir mittlerweile an einem Punkt angelangt sind, wo es keine Rolle mehr spielt, ob – um es mal in den Worten des St. Pauli Trainers Holger Stanislawski zu sagen: – „Die ganze Stadt brennt!“ oder eben nicht. Passiert nichts (alle liegen sich in den Armen, haben sich lieb bla bla bla), klopfen sich Funktionäre & Co. auf die Schulter und geben lauthals in den Medien bekannt:“Auf Grund des enormen Polizei- und Sicherheitsaufgebotes kam es zu keinerlei Zwischenfällen!“. Schlussfolgerung: Auch bei dem kommenden bspw. Fussballspielen werden wieder so immens viele Beamte eingesetzt, denn es war ja alles super toll beim letzten Mal.
Nun natürlich noch das andere Szenario: Ein paar hundert Leute rasten aus (provoziert vielleicht auch von dem großen Polizeiaufgebot oder der gegnerischen Mannschaft und deren Anhängerschaft). Was bleibt und sich nicht verändert im Vergleich zur oben angesprochenden Situation, sind die Medienberichte zur Rechtfetigung des Aufgebotes.
Ich möchte hiermit selbstverständlich nichts beschönigen! Das Leben sollte so gelebt werden, wie es ein jeder für richtig hält und nicht so wie es die Presse uns in den Mund legt.
Fussball ist mehr als 4 Wochen WM!