Den Länderpunkt Russland fest im Visier ging es am Freitag vor dem Länderspiel, Russki vs Germanija, Richtung Berlin und von da aus in Richtung Moskau. Entspannter – naja, bis auf den einen Nebenmann – Flug, eine Landung, welche wohl noch lange ihres gleichen suchen dürfte & das Wetter bei der Ankunft in der russischen Hauptstadt -> so muss das sein!
Mit 15 Kilo Gepäck für 2 Leute auf dem Rücken, 4 Jahren Schulkenntnisse in der russischen Sprache mehr oder weniger im Kopf und ein paar tausend Rubel Badelaschkies in der Tasche ging es per Bahn Richtung Innenstadt. Die örtliche „METPO“ verlangte uns dann eine Menge Konzentration ab, um auch irgendwann wirklich da zu landen, wo wir hin wollten oder besser mussten. Die Tücken der öffentlichen Verkehrsmittel sollten wir noch zu genüge kennenlernen, aber wie bei allem: wenn man es einmal verstanden hat …
Selbstverständlich, und wieder -> so muss das sein! (komische Zeichensetzung, ich weiß), die einen oder anderen hundert Meter mehr als umsonst im anhaltenden Regen zurückgelegt, erreichten wir den unscheinbaren Eingang unseres Domizils der nächsten drei Nächte. Dieses Domizil hatten am Tag zuvor bereits 6 weitere HRO’ler (+ 2 HSV’ler) in Beschlag genommen. Der erste Eindruck der Unterkunft bestätigte sich zum Glück nicht, obwohl der Zustand des Treppenhauses dem eines in Deutscheland mehr als abrissreifen Gebäudes ähnelte.
Leicht gehandicapt ging es am Folge- und FolgeFolgetag auf Sightseeingtour.
Am Samstag-Abend kam es auf Kunstrasen im Luschniki-Stadion dann zum vorentscheidenen Spiel um das direkte Ticket zur Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Südafrika. Wenn ich Euch nu erzähle, dass die Deutschen diese Hürde genommen haben, seid Ihr mit Sicherheit nicht schlauer.
Um der doch ein wenig aufgeheizten Stimmung rund um den deutschen Sektor entgegen zu wirken, entschlossen sich Veranstalter und Sicherheitsinstanzen für eine einstündige Blocksperre. Nach und nach wurden einzelne Bereiche des gesamtes Grounds geräumt. Die Wartezeit bekamen die noch anwesenden Zuschauer dann ein Schmankerle zu sehen auf den Anzeigetafeln. Nein, keine Werbungen für Coca-Cola & Co., sondern ein russischer Zeichentrickfilm. Sogar 2 Folgen. Diese sollten wohl zur allgemeinen Beruhigung der Anwesenden beitragen, keine Ahnung.
Im straffen Marsch ging es nach dem Spiel dann wieder aus dem Süd-Westen der Stadt in Richtung Zentrum.
Der Sonntag gehörte Lenin und all dem, was man halt mal gesehen haben sollte, wenn man(n) schon mal in Moskow gewesen ist.
So muss das sein! – bei Dauerregen angereist, also hat man auch bei Dauerregen wieder abzureisen, kein Problem. Also schnell wieder raus der korrupten Stadt, wo man für Geld sich auch eine eigene Fahrspur kaufen kann und die auch sonst weiter keine Regeln in Sachen Straßenverkehr zu kennen scheint.
Eins sei noch gesagt: wer meint „Früher war alles besser. Wieder DDR!“ – bitte mal an den Kopf fassen, danke.
Bilder & Korrekturlesen folgen morgen.