Dienstag in Hoffenheim …
Anlässlich der Pokalbegnung des FC Hansa, am vorletzten Dienstag, ging es für mich ins etwa 780 km entfernte Dorf bei Karlsruhe, Hoffenheim. Eigentlich hätte ich an diesem Tage in der Schule sitzen müssen, aber ein Tausch des Unterrichtsplanes machte die Reise möglich. Gegen 8:30 Uhr begann dann die Reise. Die Fahrt verlief recht unspektakulär bis 70 km vor dem Zielort.
Qualm kam aus der Nähe des Motors. Wir ließen den Motor zunächst akühlen, aber auch die fast 30-minütige Pause ermöglichte keine rechtzeitige Anreise. So bekamen wir gegen 17 Uhr Besuch vom ADAC, bei dem zum Glück eine Mitgliedschaft des Fahrers vorlag. Die Diagnose ließ nicht lange auf sich warten und lautete: Wasserpumpe defekt.
Nach einer weiteren Stunde Wartezeit rollte dann auch endlich der Abschlepper an. Mit dem Spiel hatte ich zu diesem Augenblick komplett abgeschlossen. Aber es keimte ein Funke Hoffnung, als die alte Dame beim örtlichen ADAC-Stützpunkt endlich die Tatsachen raus ließ. Eine beschissene Ruhe, welche die Frau an den Tag legte – da wird mir heute noch schlecht! Resultat der Diskussion war dann: Übernachtungen würde bezahlt werden und für zusätzliche 45 EUR stehe ein Miet-Auto zur Verfügung. Meine anderen drei Mitfahrer nahmen die Möglichkeit zur Übernachr´tung wahr.
Aber ich wollte nicht irgendwo da schlafen, sondern EINFACH NUR ZM FUSSBALL!! Aber auch diese Worte sorgte für keine schnellere Abwicklung seitens der ADAC-Beauftragten. 19 Uhr ging es dann mit Auto #2, einem Lupo, wieder auf die Autobahn. Eine halbe Stunde später passierten wir die Abfahrt Sinsheim. So konnte ich dann wenigstens die zweiten 45 Minuten des Spiels sehen. Es waren wohl auch die besseren von beiden, habe ich mir sagen lassen. So sah ich zumindest noch den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer durch Enrico Kern. Der Rest hatten nur leider selten etwas mit Fussball zu tun.
Damit war der sportliche Teil abgeschlossen. Nun ging es zum logistischen Problem, denn irgendwie musste ich es ja noch schaffen nach Satow zu kommen und 8:30 Uhr in Schwerin an der Schulbank zu sitzen. Frei war leider nicht am Mittwoch.
Mit Glück (Danke an Schuppe & Mumps) kam ich im Bus der Fanszene Rostock (www.fanszene-rostock.de) unter. Es war demzufolge abzusehen, dass es wohl sehr schwer werden würde rechtzeitig zu 7 Uhr in Satow zu sein. Vorab: ich schaffte es nicht. Also fuhr ich 7:30 Uhr wieder die A 20 rauf um nach Schwerin zu kommen.
Aber eins noch: bei dem obligatorischen Mc-Doof-Besuch in Gießen (Hansafans haben da eine Vergangenheit) trumpfte die Staatsmacht mal wieder ganz groß auf und holte, so schien es, alle verfügbaren Einheiten heran. Nach dem der Mc-Doof-Restaurantleiter oder wie es sich nennt, die Polizeit verständigte, dass Fussballfans Spielzeug in seiner Lokalität entwendet haben, verging nicht viel Zeit bis sich 24 Ordnungshüter (+3 Zivi’s) bei unserem Bus einfanden. Wenn man sonst nichts zutun hat – Daseinsberechtigung lautet die Devise. Mit Glück ging die Heimfahrt dann 24 Uhr weiter und 7 Uhr verließ ich an der Autobahnabfahrt 12 (ich nenne sie Satow und nicht Kröpelin, Heiko – Boschko – Alex => ihr wisst Bescheid
) den Bus.
Nach einer WUNDERSCHÖNEN Dusche und 2 Nutella-Stullen machte ich mich alleine auf den Weg nach Schwerin. Hier konnte ich dann, mit 10-minütiger Verspärung, am Unterrichtsgeschehen teilnehmen. Schön Dank noch an meine Zivilrechtslehrerin, welche keinen weiteren Stress machte und locker mit den Worten:”Hoffenheim ist ganz schön weit weg, was?!” auf mein Erscheinen reagierte. Danke Frau S aus SN.
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